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In wie Fern ist Mountainbiken mit Kayaken vergleichbar?(Video/Text)

Koordinative Fähigkeiten Neben den konditionellen Fähigkeiten (Ausdauer, Kraft und Schnelligkeit, Flexibilität) gibt es noch Fähigkeiten die sich auf die Prozesse der Bewegungssteuerung beziehen. Diese sind die koordinativen Fähigkeiten.[youtube bhBxIhDoaEY] Der Text soll einen Gedanken bestätigen: “Wenn doch ein Sportler gewisse grundlegende Fähigkeiten besitzen muss, um eine Sportart auszuführen, dann ist es doch theoretisch möglich, diese grundlegenden Fähigkeiten auf eine andere Sportart zu transferieren und diese nach einer Eingewöhnungsphase souverän ausüben zu können. Nehmen wir mal als Vergleich Mountainbiken und Kayaken und zerlegen diese Sportarten auf ihre grundlegende Beanspruchung des Sportlers und die daraus notwendigen koordiniativen Fähigkeiten. Bei unserem Vergleich unterscheiden wir sechs grundlegende koordinative Fähigkeiten. Dabei muss beachtet werden, dass diese in einem Beziehungsgefüge in der jeweiligen Bewegung/Sportart gesehen werden müssen (also nicht einzeln voneinander!). Differenzierungsfähigkeit: Fähigkeit, eine hohe Feinabstimmung einzelner Bewegungsphasen und Teilkörperbewegungen zu erreichen. Diese Feinabstimmung kommt in hoher Bewegungsgenauigkeit und effektivem Einsatz von Bewegungen zum Ausdruck. Differenzierungsvermögen benötigt z. Bsp. ein Kayaker bei der Feinabstimmung der Paddelbehandlung. Beim Dosieren der Bremse. Wie stark und wann muss ich die Bremse betätigen? Die Differenzierungsfähigkeit ist vielgestaltig und muß als wesentliche Voraussetzung für sportliche Höchstleistungen gesehen werden. Kopplungsfähigkeit: Unter Kopplungsfähigkeit versteht man die Fähigkeit, Teilkörperbewegungen die auf ein bestimmtes Handlungsziel (à Gesamtkörperbewegung) gerichtet sind, zeitlich, räumlich, zweckmäßig sowie dynamisch aufeinander abzustimmen. Beim Biken ist es erforderlich, daß die Bein- , Arm- und Rumpfbewegungen gekoppelt werden. In Sportarten, wie Rodeo-Kayaking oder Trailbiken, ist dies eine grundlegende Voraussetzung, um die komplizierten Koordinationsaufgaben zu bewältigen. Reaktionsfähigkeit: Wird definiert als eine Fähigkeit, motorisch zweckmäßige Aktionen (gestartet durch Signale) schnell einzuleiten und auszuführen. Dabei können die Signale auf akustischem (u.a. der Startschuß beim Kayak -und BMX 4cross), taktilem, optischen (z. Bsp. Sprungkante, Boufkante) oder kinästhetischem Weg übertragen werden. Die Reaktionsfähigkeit ist eine sehr umfassende Fähigkeit des Menschen, weil sie gerade bei längeren Flusstouren oder Biktouren von großer Bedeutung ist. Orientierungsfähigkeit: Ist die Fähigkeit, die ,,zur Bestimmung und zielangepaßten Veränderung der Lage und Bewegung des Körpers in Raum und Zeit bezogen auf ein definiertes Aktionsfeld, wie Stromschnelle, Wurzelpasage usw. Gleichgewichtsfähigkeit: Unter Gleichgewichtsfähigkeit versteht man die Fähigkeit: 1. den kompletten Körper im Gleichgewichtszustand zu halten oder 2. während und nach Körperverlagerungen diesen Zustand beizubehalten oder wiederherzustellen. Umstellungsfähigkeit: Unter Umstellungsfähigkeit verstehe ich 1. die Fähigkeit, während des Vollzuges einer Handlung das Handlungsprogramm neuen Gegebenheiten (hervorgerufen durch situative Veränderungen) anzupassen und motorisch umzusetzen und 2. ein völlig neues und Situationsangepaßtes Handlungsprogramm zu starten. Beim Riverrunning wechselt je nach Abschnitt der Charakter und der Kayaker reagiert entsprechend. Kommt es zu unerwartetem Regen, stellt sich der Mountainbiker auf Ruschgefahr bei galten Steinen und Wurzelpasagen ein. Die Umstellungsfähigkeit ist besonders mit der Orientierungs- und Reaktionsfähigkeit in Verbindung zu sehen. Quellenverzeichnis: (1) = Bohus, J. ,,Sportgeschichte, Gesellschaft & Sport von Mykene bis heute”

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